Das eigene Zuhause ist ein Ort voller Erinnerungen и Geborgenheit. Doch mit zunehmendem Alter können alltägliche Dinge unbemerkt zu gefährlichen Stolperfallen werden. Stürze im Wohnbereich gehören zu den häufigsten Ursachen für einen plötzlichen Verlust der Selbstständigkeit im Alter. Das Gute ist: Viele Unfälle lassen sich durch einfache Anpassungen verhindern. In unserem heutigen Teil der wöchentlichen Rubrik haben wir für Sie eine praktische Checkliste zusammengestellt, mit der Sie jeden Raum auf den Prüfstand stellen können.
Der Flur und die Wohnräume: Wege frei machen
Der Flur ist die Visitenkarte des Hauses, aber oft auch der gefährlichste Ort für Senioren.
- Teppiche und Läufer: Lose Teppichkanten sind Stolperfalle Nummer eins. Fixieren Sie diese mit rutschfesten Unterlagen oder entfernen Sie sie ganz.
- Kabelmanagement: Verlängerungskabel von Lampen oder dem Fernseher dürfen niemals quer durch den Raum oder über Gehwege verlaufen.
- Möbelanordnung: Achten Sie darauf, dass die Hauptgehwege breit genug sind, falls Ihr Angehöriger später eine Gehhilfe oder einen Rollator benötigt.
Das Badezimmer: Rutschfeste Sicherheit
Nasse Fliesen verwandeln das Badezimmer schnell in eine Gefahrenzone.
- Einstieg in die Dusche/Badewanne: Ein stabiler, fest verschraubter Haltegriff an der Wand bietet den nötigen Halt beim Ein- und Aussteigen.
- Rutschschutz: Legen Sie sowohl in die Badewanne/Dusche als auch davor gummierte Antirutschmatten.
- Duschhocker: Ein spezieller, wasserfester Hocker in der Dusche entlastet Senioren, die nicht mehr lange sicher stehen können.
Die Beleuchtung: Licht schenkt Orientierung
Nachlassende Sehkraft im Alter führt oft dazu, dass kleine Stufen oder Hindernisse zu spät gesehen werden.
- Der Weg ins Bad bei Nacht: Installieren Sie automatische Nachtlichter mit Bewegungsmeldern im Flur und im Badezimmer. So muss der Senior im Dunkeln nicht nach dem Lichtschalter suchen.
- Helligkeit: Tauschen Sie schwache Glühbirnen gegen helle, blendfreie LED-Leuchtmittel aus, besonders im Treppenbereich.
Die Küche: Alles in Griffweite
Ständiges Bücken oder das Steigen auf wackelige Stühle sollte im Alter absolut tabu sein.
- Ergonomie: Platzieren Sie die am häufigsten genutzten Utensilien (Töpfe, Pfannen, Kaffeemaschine) auf Hüft- oder Brusthöhe.
- Sicherheit: Vermeiden Sie es, Gegenstände in den obersten Regalfächern zu lagern.
Fazit und der finanzielle Extra-Tipp:
Ein seniorensicheres Zuhause schützt Leben und bewahrt die Unabhängigkeit.
Wussten Sie schon? Wenn ein anerkannter Pflegegrad vorliegt, bezuschusst die Pflegekasse sogenannte wohnundfeldverbessernde Maßnahmen mit bis zu 4.000 Euro. Dazu gehört beispielsweise der Umbau einer Badewanne zu einer barrierefreien Dusche.
Eine professionelle 24-Stunden-Betreuungskraft von ProfiAssist im Haus sorgt zusätzlich dafür, dass Gefahren im Alltag sofort erkannt werden und Ihr Angehöriger immer eine sichere Hand zum Festhalten hat.
In unserer nächsten Ausgabe nächste Woche widmen wir uns einem wichtigen Thema für die Lebensqualität: Aktivierung statt Einsamkeit – Wie eine Betreuungskraft neue Lebensfreude in den Alltag bringt.


